Magnesiumöl, Magnesium in Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel

In vielen Lebensmitteln ist Magnesium enthalten. Die angebotenen Nahrungsergänzungsmittel sind schier unüberschaubar. Die Aufnahme und Anwendung von Magnesiumöl über die Haut ist nicht mehr ganz neu aber dennoch unbekannt.

 

Wie kann Magnesium aufgenommen werden?

Gesunde Lebensmittel - reich an Magnesium
Gesunde Lebensmittel – reich an Magnesium

 

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Ernährung

Nahrungsergänzungsmittel

Bioverfügbarkeit, was ist das?

Intravenös, Intramuskulär oder subkutan über Injektion und Infusion

Transdermal über die Haut mit Magnesiumöl

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Ernährung

 

Folgende Lebensmittel sind besonders reich an Magnesium:

  • Nüsse und Samen wie Sonnenblumenkerne, Cashewnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen,
  • Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornreis,
  • Haferflocken, Hafermehl, Amaranth, Quinoa und Sojabohnen, Weizenkleie
  • grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl
  • Fenchel, Brokkoli, Meerrettich, Kohlrabi
  • Ofenkartoffel mit Pelle
  • Banane
  • Bittere Schokolade und echter Kakao

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Nahrungsergänzungsmittel

Es gibt eine schier unüberschaubare Anzahl von Präparaten, die in Apotheken, im Internet, den Supermärkten, den Drogerien oder Reformhäusern zum Kauf angeboten werden.

Magnesiumpräparate werden als Tabletten, Kapseln, Dragees, Pulver, Brausetabletten oder Trinkampullen angeboten.

Die Präparate unterscheiden sich nicht nur in ihrer Darreichungsform, sondern auch durch das verwendete Magnesiumsalz und die Magnesiummenge pro Dosis.

Magnesium kommt in der Natur wegen seiner Reaktionsfreudigkeit nicht in elementarer Form vor. Daher wird es an andere Minerale gebunden (z.B. Carbonat, Sulfit) als Magnesiumsalz angeboten.

Beim Kauf eines Präparates ist eher darauf zu achten, ob die Menge pro Dosis als reines Magnesium oder als entsprechendes Magnesiumsalz ausgewiesen ist. Leider ist dies nicht immer sofort erkennbar.

 

Nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der am Häufigsten angebotenen Magnesiumverbindungen:

 

Magnesiumsalz Menge an reinem Magnesium pro 100 mg Magnesiumsalz Eigenschaft
Magnesiumoxid 60 mg das häufigst verwendete Salz, weil preiswert und mit dem höchsten Gewichtsanteil, d.h. in eine Tablette kann die größte reine Magnesiummenge gepackt werden. Wirkt abführend und Magensäureregulierend
Magnesiumcarbonat 30 mg Zweithäufigst verwendetes Salz, wirkt auch hemmend auf die Magensäure und bei Sodbrennen
Magnesiumsulfat 20 mg als Bittersalz bekannt, ist ein starkes Abführmittel und wird daher häufig bei Fastenkuren empfohlen. Für die tägliche Nahrungsergänzung mit Magnesium ist es nicht geeignet.

Wird eher in gelöster Form für Infusionszwecke und in der Notfallmedizin bevorzugt.

Magnesiumcitrat 10 mg Magnesiumcitrat wird schnell resorbiert, beschleunigt die Darmbewegungen und fördert die Verdauung; es kann evtl. dabei helfen, Nierensteine vorzubeugen oder diese sogar aufzulösen.
Magnesiumorotat 6 mg sehr gute Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Ideal für das Herz ist es hier, wenn das Magnesiumorotat in Kombination mit Kalium genommen wird. Denn das Kalium verstärkt die Magnesiumwirkung und verbessert dessen Resorption in die Zelle. Die konkreten Dosen an Magnesium und Kalium sollten jedoch mit dem Kardiologen besprochen werden.

Magnesiumglycinat – Chelat 11 mg wird manchmal auch chelatiertes Magnesium oder Magnesiumchelat genannt. Das Magnesium ist hier an eine Aminosäure (Glycin) gebunden. Glycin schützt die empfindsamen Schleimhäute im Verdauungstrakt vor Reizungen durch das Magnesium –daher gilt es als besonders gut verträglich und kann gut resorbiert werden.

Das Risiko, mit Durchfall zu reagieren ist geringer. Seine beruhigende und entspannende Wirkung kann den Schlaf verbessern.

 

 

Beispiel:

Auf einer Packung steht „300 mg Magnesiumcitrat“ – auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um ein hoch dosiertes Magnesiumpräparat. Allerdings beträgt der reine, tatsächliche Magnesiumanteil bei diesem Beispiel gerade einmal 30 mg, denn der reine Magnesiumanteil des Magnesiumcitrats beträgt nur 10 %.

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Bioverfügbarkeit, was ist das?

 

Mit Bioverfügbarkeit ist gemeint, wie viel des enthaltenen Magnesiums überhaupt vom Organismus aufgenommen und genutzt werden kann. Und wie viel – z. B. aufgrund einer schlechten Löslichkeit – einfach mit dem Urin wieder ausgeschieden wird.

Doch gibt es leider keine Studie, die die Bioverfügbarkeit sämtlicher Magnesiumverbindungen miteinander vergleichen würde. Meist werden nur zwei oder drei Verbindungen untersucht und verglichen. Auch wird die Bioverfügbarkeit anhand der Magnesiummenge angegeben, die mit dem Urin ausgeschieden wird und nicht anhand jener Menge, die tatsächlich resorbiert wird. Folglich sind die Ergebnisse allesamt nicht sehr akkurat.

Nichtsdestotrotz waren sich die Forscher jahrelang einig, dass das Magnesiumcitrat die beste Bioverfügbarkeit aufweist, gefolgt von Magnesiumchlorid und den chelatierten Magnesiumverbindungen (z. B. Magnesiumglycinat), während Magnesiumoxid stets das Schlusslicht bildete.

Interessanterweise zeigte nun jedoch eine relativ neue Studie von Shechter et al. aus dem Jahr 2012, dass Magnesiumoxid sowohl in Sachen Bioverfügbarkeit als auch in Bezug auf die gesundheitlichen Auswirkungen besser abschnitt als Magnesiumcitrat. In dieser Studie konnte Magnesiumoxid eindeutiger den LDL-Cholesterinspiegel und den Gesamt-Cholesterinspiegel senken sowie gleichzeitig den Magnesiumspiegel besser erhöhen, als Magnesiumcitrat dies tat.

Es gibt also bis zum heutigen Zeitpunkt in Sachen Bioverfügbarkeit keine eindeutigen Hinweise darauf, dass das eine Magnesiumpräparat besser oder schlechter bioverfügbar wäre als das andere. Die Auswahl wird also nach den persönlichen Anforderungen an das Präparat getroffen.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/die-besten-magnesiumpraeparate-ia.html

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Verbesserte Aufnahme durch Kombinationspräparate

Mittlerweile werden einige Präparate mit zwei bis vier unterschiedlichen Magnesiumsalzen angeboten. Aufgrund der unterschiedlichen Resorptionszeiten, Bioverfügbarkeiten und Wirkungsweisen soll hierbei die Aufnahme von Magnesium insgesamt verbessert werden. Dies erscheint durchaus sinnvoll.

 

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Infusionen und Injektionen

Die direkte Zuführung von Magnesium über die Vene hat den Vorteil, dass die Bioverfügbarkeit nahezu 100 % beträgt.  Die Magen-Darm-Passage wird übersprungen.

Die Gabe ist unmittelbar spürbar, eine Welle der Wärme gilt hier als häufige und harmlose Begleiterscheinung.

Liegt ein gravierender Magnesiummangel vor, so kann mit einer Kur von 8 – 10 Magnesiuminfusionen innerhalb von 4 Wochen die gesundheitliche Situation und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit schnell verbessert werden.

Begleitend und nachfolgend wird dann der Magnesiumspeicher über Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel oder Magnesiumöl weiter aufgefüllt und erhalten.

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Die transdermale Anwendung mit Magnesiumöl

 

Magnesiumöl ist in Wasser (69%) gelöstes Magnesiumchlorid (31 %), das sich aufgrund dieser Sättigung wie Öl anfühlt Es kann von unserem Körper sehr gut über die Haut (transdermal) aufgenommen werden.

Großer Vorteil: der Magen-Darm-Trakt wird auch hierbei übergangen. Das Öl wird direkt am Ort des Geschehens aufgetragen und kann lokal wirken. Dosisabhängige Nebenwirkungen und Magen-Darm-Probleme werden damit ausgeschaltet. Es zieht schnell ein und ist geruchslos oder mit wohlriechenden ätherischen Ölen versetzt

Für den täglichen Gebrauch eigenen sich die Arme und Schulterpartie am besten. Auch die Oberschenkel, Unterschenkel und der Bauch bieten sich an. Bei Kopfschmerzen und Migräne ist auch eine Nacken- und Stirnmassage mit Magnesiumöl effektiv.

Wer zum ersten Mal Magnesiumöl anwendet, sollte die Dosierung langsam steigern. Ein leichtes Kribbel- oder Wärmegefühl kann Anfangs auf der Haut spürbar sein. Bei extrem empfindlicher Haut kann das Magnesiumöl mit Wasser vermischt werden. Dann ist die Dosierung entsprechend anzupassen.

Nicht anwenden sollte man Magnesiumölunverdünnt auf frisch rasierter oder verletzter Haut;
der Kontakt mit den Schleimhäuten und den Augen ist unbedingt zu vermeiden.

 

Ein vorliegender Magnesiummangel kann mit einem täglichen Fußbad (100 ml Magnesiumöl auf 1 Liter Wasser) über einige Wochen in Kombination mit einer oralen Magnesiumeinnahme in der Regel schnell und unkompliziert behoben werden.

Besonders geeignet ist das Magnesium-Fußbad bei kalten Füßen oder dem Restless-Legs-Syndrom (Unruhe in den Beinen):

Gerade hier greift das Magnesium in seiner gefäßerweiternden Wirkung, reguliert die Nervenunruhe und entspannt die Muskulatur.

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